Glutenfrei, grün und total im Trend: Weizengras erobert Bioläden und Saftbars. Wie gesund sind die Halme wirklich? Der Check.

Man muss nicht Teil der Vegan- oder Clean-Eating-Szene sein, um schon mal Weizengras gegessen oder getrunken zu haben. Jede Saftbar, jeder Bioladen, selbst Drogerieketten bieten mittlerweile Produkte mit dem grünen Naturstoff an. Weizengras ist im Trend. Aber was macht den Stoff so besonders? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

Was ist Weizengras?

Weizengras gehört botanisch zur Familie der Süßgräser und ist – im Gegensatz zum Weizenkorn – glutenfrei. Als Lebensmittel wurde es Überlieferungen zufolge bereits im antiken China und bei zahlreichen Volksstämmen, etwa in Mittelamerika, verzehrt. Verwendet werden die jungen, knallgrünen Halme des Weizens.
Hersteller ernten die Halme bereits vier bis zehn Tage nach der Keimung und damit lange, bevor sie die Ähre bilden. Im Handel erhältlich ist überwiegend Weizengraspulver, das aus getrockneten Halmen hergestellt wird. Frisches Weizengras oder frischen Weizengrassaft gibt es nur selten zu kaufen. In einigen Superfood-Ratgeberbüchern wird deshalb empfohlen, Weizengras auf der Fensterbank oder auf dem Balkon selbst anzubauen.

Was steckt drin?

Eine offizielle Nährwerttabelle gibt es für Weizengras bislang nicht. Auf Nachfrage von SPIEGEL ONLINE hat deshalb das Max-Rubner-Institut (MRI) aus Karlsruhe die Nährwerte von Weizengras aus verschiedenen Publikationen recherchiert. Frisches Weizengras enthält demnach reichlich Eisen, Vitamin C und auch Zink. Allerdings differieren die Angaben stark:

SPIEGEL ONLINE

In den ersten drei Monaten verlieren viele Frauen ihr Baby. Früher wussten die meisten da noch gar nicht, dass sie schwanger waren. Heute schon. Viele erleben den Abort als großen Verlust.
Bloß nichts sagen. Abwarten, bangen und hoffen. Viele Paare behalten es erst mal für sich, wenn sie erfahren, dass sie vielleicht Eltern werden. Vielleicht, diese Einschränkung ist in den ersten Schwangerschaftsmonaten wichtig. „Man schätzt, dass dreißig, vielleicht sogar bis zu vierzig Prozent aller Schwangerschaften in den ersten zwölf Wochen in einem Abort enden“, sagt Christian Albring, Vorsitzender des Berufsverbands der Frauenärzte.

Abort, das ist die medizinische Bezeichnung für einen Abgang des Embryos oder Fötus im ersten Schwangerschaftsdrittel. Erst nach der zwölften Woche spricht man von einer Fehlgeburt.

Für ein frühes Ende der Schwangerschaft gibt es viele mögliche Gründe: Am häufigsten sind genetische Störungen, fehlerhafte Zellteilungen, die eine Weiterentwicklung des Embryos nicht ermöglichen. „Auch eine Gelbkörperschwäche, Infektionen oder Immunreaktionen, also Abstoßungsreaktionen des mütterlichen Gewebes gegenüber dem Gewebe der Plazenta, können Ursachen sein“, erklärt Albring.

Nur in sehr seltenen Fällen steckten ernsthafte Erkrankungen bei der Frau dahinter. „Es ist einfach so, dass die Natur in den ersten Wochen genau schaut, welcher Embryo sich zu einem gesunden Kind entwickeln kann und welcher nicht“, sagt Alexandra Gottmann, Frauenärztin und Psychotherapeutin in der Pro-Familia-Beratungsstelle in Troisdorf.
DIE WELT

Na, wie läuft es mit der Verdauung? So eine peinliche Frage gab es bisher nur hinter der vorgehaltenen Hand oder beim jährlichen Routinecheck beim Hausarzt. Wer redet schon gerne offen über seinen Stuhlgang?

Das könnte sich bald ändern, denn die Wissenschaft rund um den Darm und seinen faszinierenden Mikrokosmos kommt gerade richtig in Fahrt. Immer neue Erkenntnisse über seine komplexen Funktionen zeigen dabei: Der Darm ist so viel mehr als nur eine Verdauungsschleuse. Er ist Stoffwechselgigant, Immunbooster, Stimmungsaufheller und Schlankmacher. Oder wie Bestsellerautorin Giulia Enders es sagt, eben ein echter „Darm mit Charme“.

Wunderwerk Darm

Aufs Feinste zusammengelegt schmiegt sich unser Darm in den unteren Bauchraum. Während wir schlafen, sitzen oder in die Wolken schauen, leistet er schier Unglaubliches und gönnt sich dabei keine Sekunde Ruhe.

Der Darm ist wohl die fleißigste Fabrik der Welt und seine Unternehmenszahlen beeindrucken: Seine acht Meter Länge ergeben auseinandergefaltet rund 400 Quadratmeter Fläche. 100 Billionen Bakterien aus rund 1000 verschiedenen Stämmen sorgen dafür, dass jeder Bissen, der durch die Darmzotten rutscht, auf Zellgröße verkleinert wird.

(…)

Für SCHROT+KORN

Es ist ihr Jahr: Die Vereinten Nationen haben 2016 zum Jahr der Hülsenfrüchte deklariert. Aus gutem Grund: Ihr hoher Eiweißgehalt macht sie zum idealen Fleischersatz und für unsere Gesundheit leisten Lupinenschnitzel und Linsenburger eine ganze Menge. Zudem sollen sie für eine nachhaltiger Ernährung sorgen.

Hülsenfrüchte klingen zwar immer wie eine eigene Lebensmittelsparte, gehören grundsätzlich aber in die Kategorie Gemüse. Sie sind die Früchte beziehungsweise Samen von Hülsenfrüchtlern, sogenannten Leguminosen: eine der artenreichsten Pflanzenfamilien, die es gibt. Rund 20.000 Sorten sind bekannt.
Auf unseren Tellern landet von dieser Bandbreite vergleichsweise wenig. Trotzdem reicht die Auswahl von Belugalinsen bis Zuckerschoten für eine abwechslungsreiche Küche, zumal das Angebot wächst. In Supermärkten und Bioläden gibt es Linsen, Erbsen und Bohnen mittlerweile in vielen verschiedenen Sorten, frisch, getrocknet, gefroren oder in Glas und Dose.

Für SPIEGEL ONLINE

Am Montag war es das vergessene Deutschbuch, am Dienstag schafften es die Duschsachen nicht in die Sporttasche, am Mittwoch hatte Oma Geburtstag, diesmal ohne Gratulationsanruf vom Enkel. Und am Donnerstag machte der Hund ins Haus. „Ach ja, die Gassirunde! Die habe ich voll vergessen!“ Jan, ist 14, in der Pubertät und hat es gerade nicht leicht im Leben. Ständig gehen Dinge schief. „Mir fallen die Sachen einfach wieder aus dem Kopf, ich kann mir das auch nicht erklären“, sagt er schulterzuckend. Eigentlich ist Jan nämlich sehr zuverlässig und bemüht. „Ich will schon alles auf die Reihe kriegen“, sagt er. „Aus irgendeinem Grund funktioniert es nur nicht.“

Oh shit, Oma hatte Geburtstag…!

Jans Schusseligkeit ist für seine Eltern immer wieder ein Ärgernis. „Wir müssen ihn ständig erinnern, ihm teilweise die Sachen auch hinterhertragen“, schimpft Madeleine, Jans Mutter. „Und wenn der Hund dann den ganzen Nachmittag nicht rauskommt oder Jan vergisst, den Herd nach dem Kochen auszuschalten, bin ich auch echt sauer!“

Rolle rückwärts. Viele Eltern pubertierender Kinder kennen dieses Phänomen: Wenn mit zwölf, 13 Jahren endlich viele Alltäglichkeiten funktionieren, die Schultasche selbstständig gepackt und das Haustier eigenverantwortlich gefüttert werden kann, macht die Entwicklung plötzlich eine Rolle rückwärts, und der Teenie wird wieder zum Turnbeutelvergesser. „Ich habe manchmal den Eindruck, dass Jan seinen Kopf gar nicht eingeschaltet hat. Der ist irgendwo im Offline-Modus“, beschreibt es Madeleine. (…)

Für MAGAZIN SCHULE

erschienen bei Spiegel Online

Der Markt der Nahrungsergänzungsmittel und Superfoods boomt. Im Wunsch, das Beste für die eigene Gesundheit in den Einkaufswagen zu legen, schrecken auch hohe Preise nicht immer ab. Ein Kilo getrocknete Goji-Beeren gibt es in Bio-Qualität ab 30 Euro. Auch Acai ist kein Schnäppchen: 100 Gramm Fruchtpulver kosten schon mal 20 Euro. Lohnt sich der finanzielle Einsatz? Ein Lebensmittel-Check.

Was kann die Goji-Beere?

Die Goji-Beere, ein Nachtschattengewächs, wird besonders in China kultiviert. Dabei wächst die Pflanze auch in Deutschland unter dem weniger niedlichen Namen „Gemeiner Bocksdorn“. Die roten Beerenfrüchte sind fester Bestandteil der traditionell chinesischen Medizin, sollen stärkend auf Leber, Nieren und die Lebenskraft wirken. Kleinere Studien sagen den Beeren gesundheitliche Wirkungen nach, so sollen sie den Körper vor Krebs schützen und das Immunsystem stärken.
Gerhard Rechkemmer vom Max Rubner-Institut (MRI), dem Bundesforschungsinstitut für Lebensmittel und Ernährung in Karlsruhe winkt ab: „Diese Studien sind nicht haltbar. Es gibt bis dato keine einzige prospektive Untersuchung, die Goji-Beeren eine besondere gesundheitsfördernde Wirkung bescheinigt.“ Einzig messbar sind die Inhaltsstoffe der Beere, die durchaus eine stattliche Menge antioxidativer Pflanzenstoffe, Aminosäuren und Vitamine mitbringen kann. „Die Nährstoffqualität ist bei den Produkten aber hohen Schwankungen unterworfen“, sagt Rechkemmer. „Von einem Superfood würde ich hier deshalb nicht sprechen.“

Dies ist eine gekürzte Fassung. Bei Interesse übersende ich Ihnen gerne die komplette Version: bettinalevecke@detextivin.de

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erschienen in der vegan&bio

Darf man Tiere für therapeutische Zwecke einsetzen? Für die vegan&bio durfte ich zwei spannende Gespräche mit der Tierrechtsaktivistin und Philosophin Friederike Schmitz und der Sozialpädagogin Ingrid Stephan führen:

vegan&bio Tiertherapeuten

SP

erschienen bei Spiegel Online

Neuer Trend in Berlin, Hamburg, Frankfurt: Städter sammeln in Parks Wildkräuter. Die Pflanzen schmecken gut und kosten nichts – aber sind sie auch gesund?

Wie unterscheidet man einen Gartenkerbel von der Hundspetersilie? Was ist der Unterschied zwischen Bärlauch und einer Herbstzeitlosen? Unter Städtern wächst das Interesse an diesen Fragen – und mit ihm die Zahl der Teilnehmer an entsprechenden Kräuterkursen und Spaziergängen. „Es gibt ein großes Bedürfnis der Stadtbewohner, die Natur in ihrem Umfeld zu entdecken und auch zu nutzen“, sagt die Wildkräuterexpertin Regine Ebert. Die Phytotherapeutin bietet im Rhein-Main-Gebiet Führungen und Seminare rund um das Thema Wildkräuter und Heilpflanzen an.

Regelmäßig führt Ebert Gruppen über den Hauptfriedhof von Frankfurt, mit seinen rund 70 Hektar Fläche eine der größten grünen Inseln der Stadt. Auch das ehemalige Gelände der Bundesgartenschau, Stadtparks, wilde Gärten und Stadtrandgebiete gehören zu den Exkursionspfaden der Expertin.
Nicht einfach drauflospflücken

Am einfachsten zu finden sind Brennnesseln, Löwenzahn und Giersch. „Das sind Pflanzen, die überall wachsen und leicht zu erkennen sind“, so Ebert. Und denen allerlei wohltuende Wirkungen nachgesagt werden: Die Brennnessel sei besonders reich an Vitamin C und Eisen, schmecke gedünstet, in der Suppe und im Smoothie. „Löwenzahnblätter, vor allem die jungen, sind lecker im Salat, mit Giersch kann man ein Risotto oder Pesto machen, Gänseblümchen schmecken pur auf Brot“, sagt Ebert. Über 1800 wildwachsende Pflanzenarten sind allein für den Frankfurter Stadtraum nachgewiesen.

Nicht nur für den Gaumen sind Wildkräuter eine Bereicherung, ihnen werden auch gesundheitsfördernde Wirkungen nachgesagt. Brennnesseltee etwa wirkt harntreibend, Spitzwegerich wurde von Wissenschaftlern der Universität Würzburg zur Arzneipflanze des Jahres 2014 gewählt, weil er Husten lindern soll. Gänseblümchen-Öl wiederum soll gegen blaue Flecken helfen und Gundermann-Sud entzündungshemmend bei Hauterkrankungen sein.

Dies ist eine gekürzte Fassung. Gerne schicke ich Ihnen bei Interesse den kompletten Text zu: bettinalevecke@detextivin.de

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Weihnachtsbäume stehen mit hohen Pestizidbelastungen immer wieder in der Kritik. Was unterscheidet Bio-Bäume und wo bekommt man sie?

20 Hektar voller Nadelgrün – bei Volker Grüber aus dem westfälischen Halver ist das ganze Jahr über Weihnachten. In dem Familienbetrieb werden seit den 60er Jahren Weihnachtsbäume angebaut. Lange auf herkömmliche Weise, seit 2012 Jahren nun in Bio-Qualität. „Ich konnte den Anbau auf konventionelle Weise nicht mehr verantworten“, sagt Grüber. „Es war einfach alles zuviel: Zu viel Gift, zu viel Dünger und zu viel Chemie.“ Den Stein ins Rollen brachte eine Bürgerinitiative von Anwohnern, die sich und die Umwelt von dem Gifteinsatz in den Weihnachtsbaumplantagen bedroht fühlten. „Zuerst hielt ich das alles für übertrieben, aber je mehr ich mich mit den Argumenten der Bürgerinitiative auseinandergesetzt habe, desto überzeugter wurde ich.“ Grüber handelt und stellt den Betrieb um: „Das war eine der arbeitsintensivsten, aber auch besten Entscheidungen, die ich treffen konnte“, sagt der Mann der 100 000 Bäume heute.

erschienen in: weihnachten&bio aus der Reihe Schrot+Korn Essenzen

Jede Menge Bäume
Mit Kindern, Säge und Seil in den verschneiten Wald und sich ein hübsches Bäumchen suchen – so nostalgisch schlagen wohl nur noch Väter aus Bullerbü-Filmen ihre Weihnachtsbäume. Bei knapp 30 Millionen Bäumen, die die Deutschen jedes Jahr in ihre Wohnzimmer schleppen, ist der Anbau ein echtes Profibusiness. Und ein riesengroßes Geschäft: Nach Angaben des Verbands der Deutschen Holzindustrie (HDH) liegt der Umsatz bei rund 700 Millionen Euro. Für einen Verkaufspreis zwischen 15 und 30 Euro muss ein Baum bis zu 10 Jahre wachsen. Mit landwirtschaftlicher Idylle oder Mischwaldanbau ist bei diesen Mengen nicht mehr zu rechnen – Weihnachtsbäume werden europaweit überwiegend in Plantagen angebaut. Pflege, Schnitt und Ernte sind im konventionellen Anbau hochtechnisiert. Die empfindlichen Monokulturen erfordern einen hohen Einsatz von Pestiziden, Herbiziden und Düngemitteln. Und das auf einer ganzen Menge Fläche: Auf 50 000 bis 75000 Hektar schätzt die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald die Anbauflächen in Deutschland, die meisten davon in NRW, gefolgt von Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Hauptimporteur ist Dänemark mit rund drei Millionen Bäumen jährlich. Die Skandinavier sind echte Baumweltmeister – auf die 5,5 Millionen Einwohner kommen über 100 000 Millionen Weihnachtsbäume.

Aus klein wird groß
Damit ein kleiner Setzling auf einer Plantage wachsen kann, braucht er vor allem zwei Dinge: Licht und Platz. Gras, Kletten und anderes Unkraut werden im konventionellen Anbau deshalb mit Herbiziden gespritzt, in den wachstumsstarken Phasen ist das alle vier Wochen erforderlich. „Als ich auf Bio umgestellt habe, bin ich von dem rasanten Wachstum regelrecht überrollt worden“, sagt Volker Grüber, der das wuchernde Grün seitdem durch Mähen kurz hält.

(…)

Schön soll er sein
Eine der größten Herausforderungen sei die Erwartungshaltung der Kunden, sagt Grüber: „Die meisten Menschen wollen den perfekten Baum.“ Groß und gerade soll er sein, eine schöne Spitze haben, dicht gewachsen und sattgrün. Im konventionellen Anbau wird deshalb u.a. mit intensiver Stickstoffdüngung das Wachstum der Triebe angeregt und für einen dichten Astkranz und einen intensiven Grünton gesorgt. Spezielle Kegelaufsätze von Schnittmaschinen werden wie eine Haube über die Bäume gestülpt und sorgen für die Modelfigur beim Baum. „Auf den großen Plantagen sehen die Bäume dann aus wie Klone“, sagt Grüber. Im Bio-Anbau ist künstlicher Dünger untersagt, dadurch haben die Bäume automatisch einen lichteren Astkranz. (…)
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat im vergangenen Jahr 15 Nadelbäume aus Garten- und Baumärkten analysieren lassen und in jedem zweiten Baum Rückstände von Unkrautvernichtungsmitteln entdeckt, darunter Glyphosat und Prosulfocarb, zwei Gifte, die wegen gesundheitlicher Risiken stark in der Kritik stehen. Grüber, der auf seinem Bio-Betrieb solche Agrarstoffe gar nicht anwenden darf, profitiert vom Verzicht doppelt: Auf seinen Plantagen surren sehr erfolgreich Bienenvölker. „Die Biobaum-Plantagen bieten durch ihre Größe neue Lebensräume für viele Tierarten, die auch durch die konventionelle Landwirtschaft gefährdet sind.“

Tipps für den Baumkauf
Wer einen unbelasteten Baum im Wohnzimmer haben möchte, sollte auf Bio-Zertifizierungen und die Siegel der Öko-Anbauverbände, wie Demeter oder Naturland, achten.(…)

Dies ist eine gekürzte Fassung. Gerne schicke ich Ihnen bei Interesse den Originaltext zu: bettinalevecke@detextivin.de

400 Kilometer trennen Günter (63) und Inge (61) aus der Nähe von Kassel von ihren Enkelkindern Max (11) und Lisa (9) in Lübeck. „Das ist ganz schön weit“, bedauert Inge, die gerne öfter Kontakt zu ihren Enkeln hätte, als nur an Geburts- und Feiertagen. „Es ist schwer, eine enge Beziehung aufzubauen, wenn man sich so selten sieht.“ Vor zwei Jahren entstand deshalb die Idee, die Sommerferien für eine gemeinsame Urlaubsfahrt zu nutzen. „Wir haben die Kinder in Lübeck abgeholt und sind eine Woche nach Dänemark gefahren“, berichtet Inge, die sich gerne erinnert: „Wir haben im Ferienhaus gemeinsam gekocht, Strandspaziergänge gemacht und Drachen steigen lassen.“
„Diese Form des Urlaubs hat in den letzten Jahren sehr an Bedeutung gewonnen“, sagt Professor Dr. Torsten Kirstges, Tourismusexperte an der Jade Hochschule in Wilhelmshaven. „Wir beobachten, dass immer mehr Reiseveranstalter speziell für die Zielgruppe Großeltern mit Enkeln Angebote aufbauen, es entsteht ein ganz neues Marktsegment.“ Und das aus gutem Grund: Der Blick auf die demografischen Zahlen zeigt, dass bis 2030 die Zahl der 60- bis unter 75-Jährigen um rund zwei Millionen Menschen steigen wird. Der Seniorentourismus gilt als ein rentabler Wachstumsmarkt.

erschienen in der Sommerausgabe Frau+Mutter (PDF Ansicht bitte klicken)